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Woher kommt eigentlich der Ausdruck «Rüebliland»?
Wer kennt es nicht, das «Rüebliland»? Jeder und jede weiss, wo es liegt. Aber warum nennt man den Kanton Aargau überhaupt «Rüebliland»? Das ist nicht eindeutig klar. Die am meisten genannte Begründung sagt aus, dass früher im Kanton Aargau sehr viele Karotten angepflanzt wurden.
Hansruedi Rauchenstein, Leiter der kantonalen Zentralstelle für Obst- und Beerenobstbau in Gränichen AG, hat noch andere Erklärungen dafür. So soll ein Basler Pfarrherr irgendwann einmal sein Amt in Brugg versehen haben. Es wird erzählt, dass er seiner Familie immer wieder Karotten mit nach Hause gebracht hat. Der Name käme somit aus dem Baselbiet. Es könnte aber auch sein, dass es zu einer Verwechslung von Räben und «Rüebli» gekommen ist. Produziert werden die Räben seit Jahrzenten in verschiedenen Aargauer Regionen und werden vor allem in der Westschweiz als eingesäuertes Gemüse gegessen. Allerdings stammen Karotten und Räben von getrennten Pflanzenfamilien.
Eine dritte Erklärung ist die Aargauer «Rüebli»-Anbaumethode der Nachkriegszeit. Dabei wurden die Karottensamen in Gerstenfelder gesät, sobald die Frucht keimte. Ernten konnte man dann zuerst Gerste und danach «Rüebli». Heute ist die Aargauer Anbaufläche für Karotten nicht mehr so gross. So wurde im letzten Jahr lediglich auf 83 Hektaren Karotten angepflanzt.
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